Hannover, 06. Mai 2009
EDEKA Minden-Hannover:

• Gewaltiger Umsatzsprung auf 6,3 Mrd. Euro in 2008
• Erfolgreiche Entwicklung im ersten Tertial 2009
• Expansion schafft Arbeitsplätze im Einzelhandel
• 650 Millionen Euro Investitionen in den nächsten drei Jahren

Hannover, 06. Mai 2009 – Gut gerüstet“ sieht sich EDEKA  Minden-Hannover für die aktuellen Herausforderungen, „zufriedenstellend“ lautet die Bewertung für das vergangene Jahr.  Entgegen der konjunkturellen Entwicklung sorgt der EDEKA-Einzelhandel aktuell für positive Signale: Im ersten Tertial 2009 schafften die Märkte der EDEKA Minden-Hannover einen Umsatzzuwachs von noch einmal gut einem Prozent nach insgesamt 13 Prozent in den letzten drei Jahren.
In den geplanten 45 Neueröffnungen sollen 2009 zirka 1.300 Arbeitsplätze im Einzelhandel entstehen. „Angesichts der Ertragskraft in unserem Unternehmensverbund und der hohen Kundenakzeptanz unseres Einzelhandelsangebotes sehen wir uns in dem aktuell schwierigen Umfeld bestens aufgestellt“ blickt Dirk Schlüter, Sprecher der Geschäftsführung EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH voller Optimismus in die Zukunft.

Mit einem Umsatzsprung um 950 Millionen Euro auf 6,280 Milliarden Euro schaffte das Unternehmen 2008 einen Rekordzuwachs um 18 Prozent. Der Einzelhandel entwickelte sich mit einem Umsatz-Plus von 4,4 Prozent auf vergleichbarer Verkaufsfläche besser als die Branche. Das operative Konzernergebnis erreichte mit 86 Millionen Euro nicht ganz das Vorjahresniveau, übertraf aber den Plan.
Die Investitionen in Höhe von 164 Millionen Euro konnten voll aus dem Cash Flow (175 Mio. €) finanziert werden.
Das zweistellige Umsatzwachstum geht mit einem Volumen von 788 Millionen Euro auf die Integration der 51 Marktkauf-Häuser zurück, die 2007 und 2008 von der EDEKA ZENTRALE übernommen wurden. Ohne diesen Effekt erhöhte EDEKA Minden-Hannover den Konzernumsatz um 3,3 Prozent.

Maßgeblich für die Entwicklung im Konzern ist der Einzelhandel, der sich zum dritten Mal in Folge besser entwickelte als die Branche. „Mit dem EDEKA-Jubiläum in 2007 war die Messlatte hoch aufgelegt – die Kunden honorieren die Leistungsstärke unserer Einzelhändler, insgesamt 13 Prozent mehr Umsatz auf vergleichbarer Verkaufsfläche gegenüber 2005 sprechen eine deutliche Sprache. Das System EDEKA setzt sich mehr und mehr durch“.  Schlüter sieht den unternehmergeführten Einzelhandel als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Rund zwei Drittel der 1.550 Märkte im Geschäftsgebiet der EDEKA Minden-Hannover führen selbstständige EDEKA-Einzelhändler.
Durch 40 Neueröffnungen und Erweiterungen erschloss EDEKA Minden-Hannover 65.000 Quadratmeter an neuen Verkaufsflächen und ist damit das expansivste Unternehmen der Branche innerhalb des Absatzgebietes. Der Marktanteil stieg auf knapp 22 Prozent.
Als „allesamt mindestens vorzeigbar“ bezeichnete Schlüter die markanten Kennziffern des Jahresabschlusses:
Das Eigenkapital erhöhte sich um 35 Millionen Euro auf 548 Millionen. Mit einer Eigenkapitalquote von 31 Prozent verfügt EDEKA Minden-Hannover weiterhin über eine solide Basis.
Der Cash Flow stieg auf 174,9 Millionen Euro (Vorjahr: 154,3 Mio. €), dies entspricht 2,8 Prozent vom Konzernumsatz. Mit 58,8 Millionen Euro lag das EBT auf Vorjahresniveau (58,4 Mio. €).
Aufgrund der Ertragskraft des Unternehmensverbundes leistete EDEKA Minden-Hannover Zusatzvergütungen an den Einzelhandel mit einem Gesamtvolumen von 13,7 Millionen Euro. Das Konzernergebnis wurde dadurch um 7,5 Millionen Euro gemindert  -  entsprechend dem Betrag, der auf die selbstständigen Einzelhändler entfällt.

Alle Geschäftssparten mit positiver Umsatzentwicklung
Das Großhandelsgeschäft erwirtschaftete 2008 18 Prozent mehr Umsatz. Hinzugewonnene Einzelhandelsumsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche, zusätzliche Volumina durch die Marktkauf-Integration und die Expansion mit neu erschlossenen Verkaufsflächen waren ausschlaggebend.
Der Cash und Carry Fachgroßhandel übertraf mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent auf 641,5 Millionen Euro die Planungen. In der Produktionssparte erhöhten die Fleischwerke ihre Umsätze um 8,4 Prozent und die Backwarenbetriebe um 4,5 Prozent.

Einzelhandel: Sämtliche Vertriebsformate wachsen
Zum Jahresende 2008 zählten 1.544 Einzelhandelsmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1,6 Millionen Quadratmetern zur EDEKA Minden-Hannover. Sämtliche Vertriebsformate erzielten Umsatzzuwächse auf vergleichbarer Verkaufsfläche. Den deutlichsten Zuwachs - 6,5 Prozent -  erzielten 24 regionale WEZ- Märkte sowie die discountorientierten NP-Märkte mit 6,3 Prozent. Unter der Dachmarke EDEKA schafften die 55 Berliner
E Reichelt-Märkte mit 5,8 Prozent die beste Entwicklung. Die mit 369 Märkten am stärksten vertretenen E neukauf-Märkte schafften ein Plus von vier Prozent, die im Durchschnitt  3.500 Quadratmeter großen E center legten um 3,2 Prozent zu.
Die Integration der 51 Marktkauf-Häuser, die ab Jahresmitte 2007 von der EDEKA ZENTRALE in die Verantwortung der Regionalgesellschaft übertragen worden war, konnte logistisch, vertrieblich und personell reibungslos bewältigt werden. An sieben Standorten bot die Umstellung von Marktkauf auf andere Vertriebsformate Potenziale. Bei den verbleibenden 44 Häusern konnte die negative Umsatzentwicklung gestoppt werden, im Vorjahresvergleich lag ihr Umsatz bei leicht gestiegener Kundenzahl 0,2 Prozent unter dem Vorjahr.

EDEKA fördert den Mittelstand
Tragende Säule des EDEKA-Einzelhandels ist der unternehmergeführte Einzelhandel. Dem genossenschaftlichen Förderauftrag entsprechend setzte EDEKA Minden-Hannover die Übertragung von Märkten an selbstständige Unternehmer und Existenzgründer fort. Insgesamt 16 Märkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 24.000 Quadratmetern gingen 2008 in die Verantwortung des selbstständigen Einzelhandels.
Die Vorbereitungen zur Überführung des Großteils der Berliner
E Reichelt-Märkte an Existenzgründer wurden 2008 abgeschlossen. „Als beispielgebende Stärkung des Mittelstandes“ bezeichnete Schlüter die „Privatisierungspolitik“, die in den letzten zehn Jahren zur Übertragung von 359 Märkten mit 185 Existenzgründungen führte.

Ausblick 2009
Angesichts der Signale aus dem konjunkturellen Umfeld während der Planungsphase fallen die Umsatzplanungen der EDEKA Minden-Hannover optimistisch aus, hinsichtlich der Ergebnisse sind die Erwartungen zurückhaltend. Bei einem Umsatzwachstum von 4,6 Prozent ist ein operatives Ergebnis von 67 Millionen Euro geplant. Die Investitionen werden bei 145 Millionen Euro liegen.
Insgesamt sind in 2009 45 neue Märkte und Verkaufsflächenerweiterungen mit einem Gesamtvolumen von 65.000 Quadratmetern vorgesehen. Die Verkaufsflächen sollen saldiert um die Abschmelzungen um 2,1 Prozent zulegen, die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche im Einzelhandel um 2,5 Prozent.
In den ersten vier Monaten konnte der Einzelhandel der EDEKA Minden-Hannover seine führende Marktposition festigen.

Das gut & günstig-Sortiment spiegelt das Preisniveau der Discounter exakt wider, Preissenkungen werden ad hoc nachvollzogen - eine Strategie, die sich bewährt.
Zusätzliche Impulse verspricht sich EDEKA Minden-Hannover durch die Forcierung der Kundenkarte DeutschlandCard. Die Umsätze mit Kunden, die die Karte nutzen, sollen 2009 die Hälfte des gesamten Einzelhandelsumsatzes ausmachen. Marktindividuelle Aktionen und Kooperationen mit Lieferanten werden dazu beitragen. 2,5 Millionen DeutschlandCard-Kunden sind das Ziel für 2009.

Angesichts der zu erwartenden Branchenentwicklung will die EDEKA Minden-Hannover einerseits ihre Preisleistung stärker kommunizieren und andererseits ihre Profilspitzen weiter schärfen. „Qualität, Frische, Bedienung, Beratung, Service, Sortiment, Regionalität und Unternehmertum vor Ort in den Märkten – das sind die Attribute, mit denen wir auch in 2009 punkten werden“ setzt Schlüter auf die Erfolgsbausteine des Systems EDEKA. Mit dem Logistik-Konzept 2010 wird der Großhandel seine Leistungen für den Einzelhandel weiter ausbauen. Der Neubau eines Regionallagers in Lauenau an der A2 zwischen Hannover und Porta Westfalica soll im Herbst beginnen, auch an anderen Lagerstandorten und in den Fleischwerken sind Baumaßnahmen vorgesehen. Insgesamt werden hierfür 200 Millionen Euro investiert.

„Mit Kostensenkungsprogrammen werden wir die Wirtschaftskrise nicht bewältigen. Wir brauchen Investitionen und Konzepte, die volkswirtschaftlich zu mehr Wertschöpfung und betriebswirtschaftlich zu mehr Umsatz führen“ fordert Dirk Schlüter einen Weg aus der Wirtschaftskrise. „Bis 2011 planen wir 140 neue Märkte mit 200.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und 4.000 Arbeitsplätzen. Investieren werden wir in diesem Zeitraum 650 Millionen Euro.“

EDEKA Minden-Hannover ist die größte von bundesweit sieben EDEKA-Regionalgesellschaften, das Absatzgebiet erstreckt sich von der holländischen bis an die polnische Grenze. Es umfasst Ostwestfalen, fast ganz Niedersachsen sowie die Bundesländer Bremen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Mit 31.500 Mitarbeitern erhöhte sich die Beschäftigtenzahl per 31.12. 2008 um 3.121 gegenüber dem Vorjahres-Stichtag.
Zum Jahresende 2008 zählten 1.544 Einzelhandelsmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1,6 Millionen Quadratmetern zur EDEKA Minden-Hannover.

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