Minden, 20. Januar 2010
EDEKA Minden-Hannover trotzt der Wirtschaftskrise
Umsatzwachstum in 2009 trotz sinkender Preise
Das Jahr 2009 war auch als Konsequenz der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Lebensmittelhandel durch zunehmend rückläufige Verkaufspreise und durch ein Dutzend Preissenkungs-Runden geprägt.
„In diesem schwierigen Umfeld sind wir mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von ca. 150 Mio. Euro oder 2,5 Prozent auf ca. 6,4 Mrd. Euro zufrieden.“ fasst Dirk Schlüter, Sprecher der Geschäftsführung, die Umsatzentwicklung der EDEKA Minden-Hannover zusammen.
Im Einzelhandel konnten 56.000 qm Neufläche geschaffen werden, saldiert mit Flächenabgängen ergibt sich ein Netto-Zuwachs von ca. 30.000 qm oder knapp zwei Prozent. „Trotz rückläufiger Preise und nach 13 Prozent Umsatzwachstum in den letzten drei Jahren haben wir unsere Umsätze auf vergleichbarer Fläche noch einmal um 1,2 Prozent weiterentwickeln können“ skizziert Schlüter die Entwicklung im Einzelhandel, die wiederum über dem Branchendurchschnitt liegen dürfte.
Im Sinne des genossenschaftlichen Förderauftrages wurden 19 Märkte – darunter erstmals sieben EDEKA Reichelt-Märkte in Berlin – in die Hände selbständiger Einzelhändler gegeben. In 16 Fällen war die Übertragung mit einer Existenzgründung - überwiegend durch die jeweiligen Marktleiter - verbunden.
Für die EDEKA Minden-Hannover war 2009 das Jahr der DeutschlandCard. Die interne Zielsetzung 2,5 Mio. DeutschlandCard-Kunden zu gewinnen, wurde punktgenau erreicht. Die Anteile der mit der DeutschlandCard bonifizierten Umsätze liegen je nach Vertriebsschiene zwischen 25 und 55 Prozent.
Als Konsequenz der Entwicklung auf vergleichbarer Fläche im Einzelhandel und des Verkaufsflächenzuwachses betrug die Umsatzentwicklung in der Sparte Großhandel + 2,1 Prozent.
Die Sparte C + C-Großhandel erwirtschaftete einen Umsatz von knapp 650 Mio. Euro bei einer Steigerung von 0,7 Prozent, was angesichts der Preis- und Branchenentwicklung zufrieden stellt.
Ebenfalls mit 0,7 Prozent - auf gut 260 Mio. Euro - erhöhte sich der Umsatz in der Sparte Brot- und Backwaren. Der zunehmenden Konkurrenz durch die Bake-Off-Stationen in den Lebensmittelmärkten und bei den Discountern konnte mit tagesfrischen Backwaren, der Forcierung des Verzehrangebotes und mit Investitionen in die Ladeneinrichtungen Paroli geboten werden.
Mit 413 Mio. Euro erzielte die Sparte Fleisch- und Wurstwaren einen Umsatz, der um 17 Mio. oder 3,9 Prozent nicht vergleichbar unter dem Vorjahr lag. Die Sparte arbeitete 2009 mit dem Handicap des Wiederaufbaus eines großen Teils der Haupt-Produktionsstätte in Bückeburg nach dem Brand im Herbst 2008.
„Das für 2010 geplante Investitionsprogramm in Höhe von insgesamt 380 Mio. Euro dient wichtigen Weichenstellungen in der Logistik, den Fleisch-Produktionsstätten und der IT und ist in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise ein deutliches Signal“ sieht Schlüter das Rekord-Investitionspaket als einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der Wirtschaftskraft im Geschäftsgebiet.
Eröffnet werden sollen gut 60.000 qm neue Verkaufsfläche. An selbständige Einzelhändler übertragen werden erneut 25 Einzelhandelsmärkte. Begonnen wird mit den Baumaßnahmen im neuen Logistik-Konzept, fertig gestellt werden Erweiterungen der Fleischwerke in Bückeburg und in Könnern, was insgesamt zu einem Investitionsvolumen in den Sparten Logistik und Produktion von 250 Mio. Euro führt.
Mit einer noch nie dagewesenen TV-Spot- und Handzettelkampagne für das gut & günstig-Sortiment sei man erfolgreich in das neue Jahr 2010 gestartet.
„Trotz vieler Fragezeichen aus dem Umfeld planen wir für 2010 eine Umsatzsteigerung von gut zwei Prozent“ blickt Schlüter optimistisch auf das laufende Jahr.
EDEKA Minden-Hannover ist die größte von bundesweit sieben EDEKA-Regionalgesellschaften, das Geschäftsgebiet erstreckt sich von der holländischen bis an die polnische Grenze. Es umfasst einen Teil von Ostwestfalen, fast ganz Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg.
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